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Medical Vertriebs GmbH
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Allgemein

Geschäftsführer
Dipl.Wirtsch.-Ing. Ulrich Blank
Registergericht:
Amtsgericht Saarbrücken HRB 907
USt-Id-Nr.: DE 811 888 444

Zertifiziert nach
DIN EN ISO13485 : 2010



März 2012

Gilt nicht für sterile Einmalinstrumente und solche wiederaufbereitbaren Produkte, die mit einer Gebrauchsanleitung ausgeliefert werden.

Desinfizieren und Reinigen

Fabrikneue Instrumente sollen - soweit sie nicht steril verpackt vorliegen - vor dem Sterilisieren gewaschen werden. Bereits gebrauchte Instrumente müssen auch nach dem Desinfizieren noch gereinigt werden.

Das Desinfizieren unserer Instrumente kann mit handelsüblichen Desinfektionsmitteln, die für Gummi- und Kunststoffinstrumente geeignet sind, durchgeführt werden. Sie sollen für die Instrumentendesinfektion geprüft und anerkannt sein (siehe Liste der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie DGHM). Es ist unbedingt erforderlich, die Vorschriften der Hersteller solcher Desinfektionsmittel genau einzuhalten.

Die empfohlenen Einwirkungszeiten und Anwendungskonzentrationen des Herstellers dürfen nicht überschritten werden, da sonst Materialschäden auftreten können. Die Wirkstoffbasen geeigneter Desinfektionsmittel für SILKOMED®-Instrumente sind Aldehyde, Aktivchlor- und Aktivsauerstoffverbindungen sowie organische Säuren und quaternäre Verbindungen. Desinfektionsmittel auf Basis Alkylamine (Glucoprotamin, Cocosdipropylentriamin, Cocosdipropylendiamin) sind für SILKOMED®-Instrumente nicht geeignet; sie verursachen Anstieg der Härte und Verschlechterung der Elastizität, die bis zum Bruch führen können.

Zum Reinigen unserer Instrumente empfehlen wir im medizin-technischen Fachhandel erhältliche, für medizinische Instrumente aus Gummi, Latex und Kunststoffen geeignete Reinigungsmittel. Dabei verweisen wir auf die Vorschriften der Hersteller, die beachtet werden müssen. Harte Bürsten und andere Materialien, die die Oberflächen der Instrumente verletzen können, dürfen auf keinen Fall verwendet werden. Es ist zu beachten, daß Rückstände der verwendeteten Reinigungsmittel durch ausreichende Spülung mit Wasser wieder entfernt werden.

Bei der Reinigung von Instrumenten und Anästhesiezubehör aus Gummi, Latex und Silikon in speziellen Waschmaschinen und Taktanlagen sind Temperaturen der Waschflotte um 95 °C (203 °F), wie sie für die thermische Desinfektion angewandt werden, nicht materialschädigend. Im Gegensatz dazu ist bei Instrumenten aus Latex oder Gummi trockene Heißluft wegen des freien Zutritts von Sauerstoff zur Materialoberfläche schädlich und bewirkt vorzeitige Alterung. Die Trocknungstemperatur sollte deshalb nicht über 70 °C (158 °F) liegen. Es wird empfohlen, die getrockneten Artikel möglichst bald aus dem Heißluftbereich herauszunehmen.

Bei Waschmaschinen mit Temperaturbegrenzung im Trocknungsprogramm ist darauf zu achten, dass 70 °C (158 °F) nicht überschritten werden. Die Trocknungstemperatur sollte von Zeit zu Zeit überprüft werden.

Diese Vorsichtsmaßnahmen gelten nicht für SILKOMED®-Instrumente, bei denen weitaus höhere Trocknungstemperaturen angewendet werden können. Man sollte aber beachten, dass an SILKOMED®-Instrumenten Teile angebracht sind, die aus weniger temperaturbeständigen Materialien bestehen, wie zum Beispiel Ventile. Die Trocknungstemperatur für Instrumente aus SILKOMED® sollte deshalb 120 °C nicht überschreiten.

Bei der Behandlung mit Wasser oder wasserhaltigen Desinfektions- und Reinigungsmitteln kann bei vielen unserer Instrumente eine geringe Menge Wasser in den Werkstoff eindringen. Dabei zeigt sich gelegentlich eine milchig-weiße Trübung der Instrumente, die durch Nachtrocknen bei erhöhter Temperatur zu beseitigen ist. Als Trocknungstemperatur gelten hier ebenfalls maximal 70 °C für Latex- und Gummiinstrumente, maximal 120 °C für Instrumente aus SILKOMED®. Beim Lagern in geeigneter Umgebung verliert sich die Trübung von selbst. Das durch Erwärmen bedingte Weicherwerden von thermoplastischen Instrumenten verschwindet beim Abkühlen wieder.


März 2012

Bei der Sterilisation ist zu beachten, daß unsere Instrumente je nach Art der verwendeten Werkstoffe unterschiedlich zu behandeln sind. Folgende Einteilung ist für die Sterilisation maßgebend:
- Instrumente aus Latex oder Gummi, aus Kunststoffen oder aus SILKOMED® ohne Ballon / Cuff
- Instrumente mit Ballon und geschlossenem Ballon- / Cuff- Füllsystem (Ventil)

Letztere sind empfindlich gegen Vakuum, unabhängig von der Art der Sterilisation. Der Ballon / Cuff muß vor der Sterilisation entleert werden, damit bei Beginn der Vakuumphase, auch vor der eigentlichen Sterilisation, kein Überdehnen oder Platzen durch Ausdehnung von Luft oder verdampfender Flüssigkeit erfolgt. Sofern statt einem Ventil eine Verschlußkappe vorhanden ist, muß diese während der Vakuumphase geöffnet sein.

Grundsätzlich ist darauf zu achten, daß Zusatzteile aus Metall, die nicht fest mit dem Instrument verbunden sind, vor jeder Sterilisation entfernt werden müssen. Zusatzteile aus nichtmetallischen Werkstoffen, die zusammen mit dem Instrument angeliefert werden, sollen bei der Sterilisation im Instrument belassen werden.

Dampfsterilisation

Zu beachten ist, dass jede Dampfsterilisation bei Gummi- und Latexinstrumenten eine Nachvulkanisation bewirkt und damit die natürliche Alterung beschleunigt. Auch einige thermoplastische Instrumente aus Kunststoffen werden bei öfterem Dampfsterilisieren härter und verfärben sich.

Die Dampsterilisation wird üblicherweise mit gesättigtem Dampf bei 134 °C (273 °F) für die Dauer von 5 Minuten bei 2 bar durchgeführt.

Bei Instrumenten mit eingeschränkter Thermostabilität, zum Beispiel bei thermoplastischen Kunststoffen, kann eine Temperatur von 121 °C (250 °F) für die Dauer von 20 Minuten bei 1 bar angewendet werden.

Grundsätzlich sollten alle für die Dampfsterilisation geeigneten Instrumente nach dem Reinigen sorgfältig getrocknet werden, bevor man sie in den betriebsbereiten Sterilisator einlegt. Das am Anfang und am Ende jeder Dampfsterilisation wirkende Vakuum kann in die Oberfläche der Instrumente eingedrungenes Wasser zum Sieden bringen.

Bei schichtweise aufgebauten Instrumenten oder bei solchen mit einer Latexübertauchschicht kann dadurch Blasenbildung oder Ablösung der Übertauchschicht erfolgen.

Gassterilisation

Unsere Instrumente können grundsätzlich einer Sterilisation mit Ethylenoxid-Gas oder ähnlichen Gasen, wie zum Beispiel Formaldehyd-Wasserdampf-Gemisch unterzogen werden. Dabei ist es unbedingt erforderlich, Hinweise der Hersteller von Sterilisatoren und Ablüftschränken sowie behördliche Vorschriften jeweils genauestens einzuhalten. Sehr wichtig ist, eine geeignete gasdurchlässige Verpackung zu wählen. Gassterilisierte Instrumente erfordern sehr lange Ablüftzeiten
In Deutschland muss die Restkonzentration von ETO im Instrument vor der Freigabe zur Anwendung unter der Nachweisgrenze von 1 ppm liegen.

Wichtig ist bei Instrumenten mit Ballonen oder Cuffs, sofern sie ein Ventil besitzen, das sorgfältige Entleeren der Ballone / Cuffs. Bei Instrumenten mit Verschlusskappe muß diese geöffnet werden.

Alle gammasterilisierten Instrumente, auch thermoplastische Instrumente (zum Beispiel aus RÜSCHELIT®), können jederzeit mit Ethylenoxidgas resterilisiert werden. Die bei diesen Instrumenten durch die Gammabestrahlung freigesetzten Chlorverbindungen sind in ihrer Konzentration so gering, dass das durch Reaktion mit Ethylenoxid entstehende Ethylenchlorhydrin weit unter dem erlaubten Meßwert bleibt.

Bei Gummiinstrumenten mit Latexübertauch und bei Latexinstrumenten (mehrschichtig aufgebaut) können, besonders in durchfeuchtetem Zustand, während der Gassterilisation durch das angewandte Vakuum Ablöseerscheinungen und Blasenbildung auftreten. Derart geschädigte Instrumente dürfen nicht mehr verwendet werden! Wir empfehlen, den Sterilisator bzw. das angewendete Sterilisationsprogramm auf Eignung zu prüfen.

Auskochen der Instrumente in Wasser

Diese keimreduzierende Maßnahme stellt nach dem heutigen Stand der Wissenschaft nur eine Notmaßnahme dar. Die Instrumente müssen dabei ständig mit Wasser bedeckt sein und dürfen keine Lufteinschlüsse enthalten.


Mai 2012

Katheter Liegezeiten

Zu unterscheiden sind grundsätzlich 5 verschiedene Materialien:

  • Latex
  • Silikon
  • Rotgummi
  • PVC
  • Polyurethan

Rotgummi- und PVC-Katheter finden eher in der operativen Urologie Anwendung und sind nicht für den Langzeitbereich gedacht.

Grundmaterial Latex

  1. Silkolatex (RÜSCH-Gold-Katheter) ist ein Latex-Silikonölgemisch in einer goldgelben Farbe. Die Katheter sind qualitativ höherwertig als solche, die nur "silikonisiert", das heißt lediglich ölgetaucht oder besprüht sind.
    Verweildauerempfehlung: maximal 7 Tage
  2. Silkolatex mit hydrophiler Beschichtung. Die Oberfläche ist extrem reibungsarm (80% geringer als bei üblichen Kathetern) und bietet dadurch einen hohen Tragekomfort. Die Inkrustationsneigung ist gering. Er hat die Bezeichnung SympaCath.
    Verweildauerempfehlung: maximal 21 Tage
  3. Latex mit einer dünnen Silikonoberfläche: Silasil, das heißt Silikon-Latex-Silikon und ist eine feste Beschichtung.
    Vorteile: guter Tragekomfort, allergiereduziert durch die Silikonoberfläche
    Nachteil: bei Patienten mit Latexallergie kann er nicht zum Einsatz kommen, da die Augen erst nachträglich gestanzt werden und dadurch nicht mit Silikon überzogen sind.
    Wenn keine Unverträglichkeit besteht, hat er sehr gute Langzeiteigenschaften.
    Verweildauerempfehlung: maximal 21 Tage

Grundmaterial Silikon

  1. Katheter aus reinem Silikon (SILKOMED) sind transparente, völlig farbstofffreie und biokompatible Verweilkatheter. Röntgensichtbar und absolut allergiesicher. Vorteil der Transparenz ist für den Anwender die Beurteilung der Inkrustationen. Der Katheter verfärbt sich bernsteinfarben und zeigt damit ein Wechselintervall an. Er hat die Bezeichnung "RÜSCH-BRILLIANT"
    Verweildauerempfehlung: maximal bis 6 Wochen

Grundmaterial PVC und Polyurethan

  1. PVC Katheter gibt es in zwei unterschiedlichen Härten. Simplastik (grüner Streifen, hart) und Softsimplastik (roter Streifen, weich). Beide Katheter sind ansonsten gleich. Diese Katheter haben im Verhältnis zu ihrem Außendurchmesser einen sehr großen Innendurchmesser. Die Ballons sind aus Latex!
    Nachteil: bei Patienten mit Latexallergie kann er nicht zum Einsatz kommen.
    Verweildauerempfehlung: maximal bis 1 Woche
  2. Polyurethan (auch WIRUTHAN genannt) ist transparent wie PVC, relativ fest und wird nicht hart. Der Ballon ist aus Latex. Wird sehr oft - trotz der Festigkeit- bei Kindern angewendet.
    Nachteil: bei Patienten mit Latexallergie kann er nicht zum Einsatz kommen.
    Verweildauerempfehlung: maximal bis 2 Wochen
  3. Füllmedien

    Bei Latexkathetern wird der Ballon mit sterilem Wasser geblockt. Kochsalzlösung sollte nicht verwendet werden, weil sich im Kanal Okklusionen bilden können.
    Bei Silikonkathetern wird der Ballon mit 10-prozentiger Glyzerinlösung oder 50-prozentiger Propandiollösung geblockt, um den osmotischen Austausch entgegenzuwirken. Aufgrund der semipermeablen Materialeigenschaft könnte zum Beispiel ein Füllmedium wie destilliertes Wasser ausdiffundieren und das Ballonvolumen verringern.

    Alle Angaben stellen Richtwerte dar und sind absolut abhängig von der Urinzusammensetzung und den äußeren Rahmenbedingungen wie zum Beispiel Hygiene und Trinkmenge.